Dritte Auszeichnung für Montessori-Schule Essing

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf überreichte den erfolgreichen Schulen im Wettbewerbsjahr 2015/16 die Auszeichnung „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ im Gymnasium Dorfen.

Die Umweltministerin betont die Wichtigkeit der durchgeführten Projekte, da sie das persönliche Engagement und die Eigeninitiative junger Menschen fördern sowie einen Beitrag zur umweltverträglichen Gestaltung des Schulalltags leisten will. Zudem helfen sie, Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung durch aktives Handeln zu erlernen und einen nachhaltigen Lebensstil zu entwickeln.

umweltschule-2016Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule

Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des Landesbundes für Vogelschutz als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.

In diesem Jahr nahmen die Schüler der Montessori-Schule sich folgender zwei Themen an: „voneinander/miteinander lernen“ und „Biologische Vielfalt in der Schulumgebung“

300 Euro für das Straßenkinderprojekt – das ist das schöne Ergebnis des Aktionstages „Straßenkind für einen Tag“, den die Schüler der Primaria II (Klasse 3-6) und der Sekundaria (Klasse 7-9) der Montessori-Schule Essing im November 2015 durchführten. Mit dieser Aktion machten sie auf die Situation von Straßenkindern in aller Welt aufmerksam. Die Schüler verrichteten dabei symbolisch typische Arbeiten, mit denen sich Straßenkinder in armen Ländern ihr Überleben sichern: Während ein Teil der Schüler im Einkaufszentrum in Kelheim aus dem Bauchladen Kochzeitschriften verkaufte, putzten andere im Eingangsbereich des Einkaufszentrums die Schuhe von Passanten. Manche der Schüler machten vor den Türen des Einkaufszentrums mit Hilfe von Trommeln auf die Aktion aufmerksam und verdienten die Spenden mit Musizieren. Schülerinnen der Primaria II versuchten sich als Schuhputzerinnen: »Viele Leute haben uns ganz schief angeschaut. Andere haben sich informiert und auch gespendet«. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Manuela Keil hatten sich die Kinder vorher im Unterricht über mehrere Wochen ausführlich mit dem Thema Straßenkinder beschäftigt. Nun durften sie die Lebenssituation selbst hautnah erleben und verstehen.

Darüber hinaus machten silogo-use-inach die Kinder an die „Projektbaustelle Zwergendorf“. So haben sich die Schüler gemeinsam entschieden, dass der zur Schule gehörende Kindergarten, der direkt neben der Schule eröffnet wurde, auch einen eigenen Bereich auf dem Schulhof bekommen soll: das Zwergendorf. Dazu sollten dann gleich mehrere kleine Hütten und Beete gebaut werden. Natürlich muss ein Dorf an einer Umweltschule auch umweltbewusst angelegt sein. So soll eines der Häuschen, das ein Fachwerkhaus ist, so ausgefacht werden, dass es am Ende zu einem riesigen Insektenhotel wird. Ein weiteres Häuschen wird auf dem Dach begrünt und soll als Werkbank für den Zwergengarten dienen, das dritte Häuschen, das in Planung ist, soll sogar ganz modern mit einer Solaranlage versehen werden, um umweltfreundlich Licht zu erzeugen. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt. Daher ist eine Hütte noch im Entwurf und zwei der drei geplanten Hütten sind mitten in der Bauphase.

Die Essinger Schule dufte sich in diesem Jahr erneut über zwei von drei möglichen Sternen bei der Auszeichnung freuen.

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