Wollt ihr uns veräppeln?

Aus einer „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ hat die Montessori-Schule Essing gleich zwei gemacht. Unterstützt und angeregt von der AOK haben wir das Motto „Wollt ihr uns veräppeln?“ gewählt, um anhand des Lieblingsobstes der Deutschen, dem Apfel, Themen wie bio, regional, saisonal, nachhaltig und fair zu erarbeiten. Die Früchte der Arbeit durfte dann zuletzt die Tafel in Kelheim davontragen.

Nachdem die schuleigene Streuobstwiese dieses Jahr nur einen Baum hatte, der Früchte trug, begann alles mit einem Besuch des Bioland-Streuobsthofes von Bauer Stöckl in Rohr. Dort durften die Montessori-Schüler der vierten bis sechsten Klasse nicht nur die Äpfel vom Baum schütteln, sondern auch gleich noch frischen Apfelsaft daraufs pressen. Das Interesse zum Thema Apfel war geweckt.

Wieder zuhause an der Essinger Schule wird das Thema fächerübergreifend und vom Kindergarten bis zur Quali-Klasse zusammen mit der Ernährungsexpertin Eva-Maria Pröbster von „Vitale Kochlust“ angepackt. In Musik, Werken, Ethik, AWT, Biologie, im Deutschunterricht und natürlich auch im Fachbereich Soziales dreht sich alles nur noch um dem Apfel.

So banal das Thema eingangs wirkt, so tiefgründig wird es dann bei näherer Betrachtung. Warum gibt es bei uns Äpfel aus Neuseeland, wenn diese auch in Deutschland wachsen? Sind Äpfel von Übersee für unser Klima schädlicher als unsere eigenen, die aber monatelang im Kühlhaus eingelagert werden? Was bedeuten die verschiedenen Bio-Siegel und wo liegen die Unterschiede? Bio oder regional? Wieviel Obst sollten wir täglich zu uns nehmen? Wieviel andere Lebensmittel?

Schnell erkennen die Schüler, dass die gewonnenen Erkenntnisse genauso auf andere Produkte, wie Tomaten und Erdbeeren zu übertragen sind.

Während einige fleißig an Vorträgen und Plakaten arbeiten, sind andere in der Küche beschäftigt. Apfel-Kürbis-Aufstrich, Apfelmuffins und Apfelmus. Alles von den Streuobstwiesen des Apfelbauern aus Rohr.

Doch die Freude über die leckeren Herbstfrüchte sollte nicht alleine bei den Schülern bleiben. So wurde, was übrig war, noch vor den Ferien und als Abschluss der Gesundheitswochen von den Schülersprechern der Schule an Frau Kuffer und ihre Helferinnen von der Tafel in Kelheim übergeben.

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