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Fabelhaft singende Wolperdinger

Wie sieht ein Wolperdinger eigentlich genau aus? Man kann ihn sich schwer vorstellen. Dieses Wesen in Echt zu treffen? Noch schwieriger.

Wer am Sonntagabend den Weg in die Essinger Montessori-Schule fand, der hatte großes Glück. Selten tummeln sich mehrere Wolperdinger auf einem Haufen. Stellt man ihnen eine Bühne hin, kommen jedoch scheinbar bis zu fünfzig davon zusammen. Und nicht nur das: sie fangen sogar an zu singen. Dass Fabelwesen sprechen können, das weiß man. Aber einen so herrlichen Gesang anzustimmen und über zwei Stunden so gekonnt, schwungvoll und unterhaltsam durch einen unvergesslichen Abend zu führen, ist einzigartig.

Über 120 Gäste bekamen große Löffelohren wie ein Hase und begannen sich scheinbar damit auch in Fabeltiere zu verwandeln. Mit jedem Blick zur Bühne stellte man dann aber etwas genauer fest: Da sind keine echten Wolperdinger, sondern ein echter Chor aus gut gekleideten und noch besser gelaunten Menschen. Sie nennen sich „Wolperdinger Singers“, sind aber in Wirklichkeit gar keine. Als riesige Gesangstruppe begeistern sie in ihrer Freizeit mit ihren eigenen Versionen bekannter Hits regelmäßig zahlreiche Zuhörer.

Stolz auf ihr Repertoire betonten die Chormoderatoren scherzhaft, dass sie nicht nur bayerisch und englisch singen können, sondern auch norwegisch und sogar hochdeutsch. Auch die Choreografien und das oftmalige Neuordnen der Gesangsformation während des Konzerts brachten viel Abwechslung in das Konzert, dass einem nie langweilig wurde. Damit das alles so gelingt, treffen sich alle Sängerinnen und Sänger aus der Gegend um Abensberg wöchentlich zum Üben und suchen dazu übrigens noch weitere Talente.

Am Ende wurden zum einen dem Hausherrn der Essinger Montessori-Schule, Dieter Simon, für die Einladung gedankt. Zum anderen bedankte man sich bei Johanna Kiermeier, die als Mutter eines der Montessori-Schülers und als Teil des Chors, den Kontakt zustande brachte. Auch der Elternbeirat um Bettina Dietl bekam Applaus für die Organisation und Versorgung an diesem Abend. Der Erlös des Konzerts wurde dann auch an den Elternbeirat gestiftet, der damit wiederum die Schule unterstützen wird.

Lange wurde applaudiert am Ende des Abends, an dem jeder vor Ort merkte: man muss nicht als junge, hübsche Frau nachts bei Vollmond mit einem Mannsbild in den Wald gehen, um fabelhafte Wolperdinger zu erleben.